Die kurze Antwort
Verkauf auf Kommission heißt: Der Laden stellt deinen Artikel aus, verkauft ihn und zahlt dir danach einen vereinbarten Anteil am Verkaufspreis. Du bekommst kein Geld im Voraus, und der Laden behält seinen Anteil für seine Arbeit. Das passt zu dir, wenn du Dinge verkaufen willst, ohne selbst Anzeigen zu schreiben, mit Käufern zu chatten oder zu verschicken. Lies vor der Unterschrift den Vertrag: den Anteil, wie lange der Laden die Ware behält, wie Preise gesenkt werden und was mit unverkauften Artikeln passiert.
1. Kommission, Ankauf oder selbst verkaufen?
- Kommission: Du bekommst erst Geld, wenn der Artikel verkauft ist, meist mehr als bei einem Ankauf, aber du musst warten.
- Ankauf: Manche Second-Hand-Läden zahlen sofort, bieten aber weniger. Schneller, ohne Warten und Nachfragen.
- Selbst verkaufen: Du behältst mehr vom Preis, machst aber alles selbst. Mehr dazu in Bei Kleinanzeigen verkaufen oder Kleidung online verkaufen.
2. Den richtigen Laden finden
Kommissionsgeschäfte sind meist spezialisiert: Kleidung, Designer- und Luxusware, Kindersachen, Möbel und Wohnaccessoires, Sportausrüstung und mehr. Auch manche Auktionshäuser nehmen Stücke auf Kommission an. Such dir einen Laden, dessen Kundschaft deine Art von Artikeln sucht. Schau dir an, was im Regal steht und in welcher Preislage, und lies die Annahmebedingungen, oft auf der Website. Viele nehmen nur saisonale Kleidung oder bestimmte Marken an, manche nur nach Termin.
3. Den Vertrag lesen
Lass dir die Bedingungen schriftlich geben und prüf:
- Den Anteil: Wie viel Prozent du bekommst und ob sich das je nach Preis ändert. Lass dir die Aufteilung schriftlich bestätigen.
- Die Laufzeit: Wie lange der Laden den Artikel behält.
- Preissenkungen: Ob und wann Preise reduziert werden und ob du einen Mindestpreis vereinbarst.
- Unverkaufte Ware: Ob du sie bis zu einer Frist abholen musst und ob nicht abgeholte Sachen gespendet werden oder dem Laden gehören.
- Gebühren: etwa Konto-, Bearbeitungs- oder Einstellgebühren.
- Auszahlung: Wann und wie du bezahlt wirst und ob du die Auszahlung selbst anfordern musst.
- Verlust oder Schaden: Was passiert, wenn ein Artikel im Laden verloren geht, gestohlen oder beschädigt wird.
4. Deine Sachen vorbereiten
Saubere, gebügelte Kleidung und abgestaubte, funktionierende Artikel werden eher angenommen. Bring Kleidung passend zur Saison mit, auf Bügeln oder ordentlich gefaltet. Leg Zubehör, Anleitungen, Staubbeutel, Kartons und Kaufbelege dazu. Bei Designerware prüft der Laden die Echtheit möglicherweise selbst, bring deshalb Kaufnachweise mit. Mehr dazu in Designertasche verkaufen.
5. Den Wert kennen, bevor du hingehst
Recherchier verkaufte Preise für deine Artikel, damit du den Preisvorschlag des Ladens einschätzen und sinnvolle Mindestpreise vereinbaren kannst. Eine allgemeine Methode findest du unter Was ist es wert?. Bei wertvollen Stücken lohnt sich der Vergleich mit einem zweiten Laden oder einer spezialisierten Wiederverkaufsplattform.
6. Deine Artikel verfolgen und das Geld bekommen
Heb eine Kopie der Liste auf, welche Artikel du abgegeben hast und zu welchen Preisen. Schau in dein Kundenkonto oder frag regelmäßig nach, trag das Ende der Laufzeit in deinen Kalender ein und hol unverkaufte Sachen rechtzeitig ab, wenn du sie zurückhaben willst.
So hilft dir WorthAI
Scanne deine Sachen vor dem Besuch im Laden mit WorthAI. Die App erkennt sie und zeigt einen geschätzten Wert mit Spanne, einen Preisvorschlag und eine Einschätzung der Nachfrage, dazu die Marktplatzangebote hinter der Schätzung. Tippe auf „Ergebnis verfeinern“, wenn eine Erkennung nicht stimmt. Nutze die Schätzungen als Recherche, wenn du mit dem Laden über Preise und Mindestpreise sprichst. WorthAI prüft keine Echtheit und ersetzt kein Gutachten.
Häufige Fragen
Wie funktioniert der Verkauf auf Kommission?
Du gibst Artikel in einem Laden ab, der sie bepreist und verkauft. Wird ein Artikel verkauft, behält der Laden seinen Anteil und zahlt dir den Rest, so wie es im unterschriebenen Vertrag steht. Unverkaufte Artikel werden zurückgegeben, reduziert oder so behandelt, wie der Vertrag es vorsieht.
Ist Kommission besser, als selbst zu verkaufen?
Kommission spart Zeit und Mühe, aber du bekommst nur einen Teil des Verkaufspreises und wartest auf dein Geld. Selbst verkaufen bringt meist mehr, macht aber mehr Arbeit. Viele geben sperrige Dinge oder Artikel, die einen echten Laden brauchen, in Kommission und verkaufen kleinere Sachen online.
Was passiert mit meinen Sachen, wenn sie nicht verkauft werden?
Das hängt vom Vertrag ab. Meist musst du sie bis zu einem bestimmten Datum abholen, danach werden sie eventuell gespendet oder gehen in den Besitz des Ladens über. Prüf das vor der Unterschrift.